Flucht nach Europa Erik Marquardt

Flucht nach Europa

Für *Perspektivwechlser

2004 kam Khalid* nach Deutschland, illegal. Den Weg dorthin hat er bewältigt, doch sein Ziel noch nicht erreicht: Noch immer läuft das Asylverfahren. Wüssten die Behörden von der Geschichte, die er hier erzählt, er müsste Deutschland sofort verlassen.

Für *Einbrecher

Vor anderthalb Jahren besetzten Geflüchtete die Kreuzberger Gerhart-Hauptmann-Schule. Ruben und Kaveh waren unter den wenigen Journalisten, die es während der Polizeiumstellung in die Schule schafften. Ihre Bilder und Eindrücke erzählen von einer verzweifelten Situation.

Für *Umsiedler

Seit Sommer 2013 leben 300 Flüchtlinge ohne Versorgung in den abgewrackten Resten des UN-Flüchtlingscamps in der Wüste Tunesiens. Ihre Proteste und die europäischer Unterstützer nützten wenig – einziger Ausweg bleibt eine Flucht übers Mittelmeer.

Für *Pendler

Gerd und Simone sind gemütliche Leute. Doch seit letztem Sommer halten sie es nicht mehr daheim auf ihrem Sofa aus. Scham treibt sie in ihr Auto. Jetzt helfen sie Flüchtlingen dabei, von Italien nach Deutschland zu kommen.

Für *Globetrotter

Sein Onkel will ihn als Drogenkurier arbeiten lassen, doch Nabil will lernen – deshalb muss der Sechzehnjährige aus Afghanistan fliehen. Doch slowakische Grenzpolizisten stellten sich in Nabils Schulweg. Nun muss er zurück nach Afghanistan.

Für *Gestrandete

In einer Industrieruine im französischen Calais leben illegalisierte Menschen. Flüchtlinge aus Afrika, die auf ihrem Weg nach Großbritannien hier stranden. Ohne Papiere, ohne Geld und ohne Rechte. Der Fotograf Chris Grodotzki hat sie zwei Wochen lang begleitet.